Das Spiel ist aus…aus…aus und wir grüßen vom Gipfel

Der allererste Spieltag (wohlgemerkt zuhause) verlief vielversprechend…doch es folgte ein zerstückelter Spielplan. Ständig blieben Wochenenden volleyballfrei und insbesondere auswärts wollte uns einfach kein Sieg gelingen. Bis auf das letzte Auswärtsspiel haben wir in der Hinrunde jedes Spiel beim Gegner – ganz egal ob in Essen, Leverkusen, Dormagen, Aachen, … – verloren. Ernüchterung machte sich breit. Eigentlich hatten wir nicht schlecht gespielt, eigentlich hatten wir jedes Mal gekämpft und eigentlich waren wir auch in einigen Spielen die bessere Mannschaft. Eigentlich hätten wir zu diesem Zeitpunkt nicht im Mittelfeld der Oberligatabelle stehen müssen. Eigentlich, eigentlich, eigentlich. Zum Glück konnten wir wenigstens zuhause zeigen, was wir drauf hatten. Sieg um Sieg holten wir mit unseren Zuschauern im Rücken nach Hause… Vielleicht lag es an euch! Nur mit euch als Unterstützung konnten wir glänzen und gaben uns keine Blöße!

Doch dann, dann kam das Ende. Ob es an einer gewissen Nervosität lag und an einem innerlichen Druck, den jeder von uns zu Beginn der Saison verspürte, dass man den direkten Wiederaufstieg schaffen müsste…der jetzt verflogen war oder an dem sehr guten Teamgeist und der fantastischen Stimmung in der Mannschaft – man weiß es nicht. Der letzte Auswärtsspieltag in der Hinrunde brachte die Wende und ein Bann schien gebrochen. In Bonn konnten wir endlich punkten und von da an ging es stetig bergauf. Sowohl zuhause als auch auswärts gingen wir als Sieger vom Platz. Doch der Kracher und große Showdown der Liga folgte in den letzten Heimspielen, an denen nacheinander der gefühlt ewige Tabellenführer und Tabellenzweite zu Gast waren. Hoch konzentriert und heiß wie Frittenfett empfingen wir die Gegner und verabschiedeten sie (nach hartem Kampf) schon nach kurzer Zeit (jeweils 3:0). Alles war angerichtet! Passend zum Saisonfinale standen wir ganz oben (das hatten wir seit dem ersten Spieltag nicht mehr geschafft) und hatten den Aufstieg in eigener Hand. Und bääääm, zoooom, puffff, was sollen wir sagen, es hat geklappt. Vor einer Wahnsinns-Kulisse und dank einer lautstarken Unterstützung unserer Zuschauer konnten wir nach klaren 3 Sätzen den direkten Wiederaufstieg in die Regionalliga feiern. Wow, wir hören immer noch das Jubeln, Schreien, Klatschen und Trommeln von euch! Wahnsinn, das war der Hammer! Nicht jeder darf sowas mit dem besten Team, dem besten Trainer, dem besten Vorstand, dem besten Verein vor den besten Zuschauern mit der besten Stimmung erleben. Die ganzen Superlative reichen gar nicht aus, um diesen Tag in Worte zu fassen.

Entsprechend fiel dann auch im Anschluss die “ganz spontane” Feier aus – auch hier erreichte man Superlative…

Ach ja, das war schon alles richtig geil, doch leider war es auch für einige von uns das letzte Spiel ihrer Karriere. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge erlebten Inga, Anika und Fabi den letzten Spieltag. Inga und Anika hängen ihren Volleyballschuh nun endgültig schweren Herzens an den Nagel. Bereits während der Saison trat Christine Seyer kürzer. Letztendlich entschied sie sich nach Saisonende gemeinsam mit Fabi unsere Mannschaft richtig Heimatverein zu verlassen. Wir bedanken uns bei euch ganz herzlich für die tolle gemeinsame Zeit und wünschen euch weiterhin alles Gute. Über eure Unterstützung als Zuschauer bei dem ein oder anderem Spiel würden wir uns trotzdem sehr freuen!

Nächste Saison werden wir in der Regionalliga starten. Wir werden fleißig trainieren, damit wir den Klassenerhalt möglichst frühzeitig sichern können. An dieser Stelle auch einen herzlichen Dank an unseren Trainer Norbert, der uns auch nächste Saison noch erhalten bleibt.

ROTZFRECH!!!